Marokko-Reise 2019

16.02.2019

Samstag, 16. Februar 2019 19:16 Nach einem Ausflugstag sitze ich auf der Dachterasse. Der Mond steht am Himmel, am Horizont hat sich eine Wolkendecke vor die Sonne geschoben. Die braun-orangfarbenen Vögel piepsen und hüpfen um mich herum. Ein zarter Windhauch streift durch mein Haar. Kinderstimmen, mal nah, dann in der Ferne, um mich herum Geräusche der Nachbarn, Fegen, Klopfen, Lachen, Tauben gurren, eine Alarmanlage geht, sanfte Abendstille.

Ich habe mir Teppich und Kissen vor die blaue Wand gelegt und lasse den Tag Revue passieren. Grad eben habe ich Hadisha gesehen und gebremst. How are you, habe ich sie gefragt, fine, dass sie zum Souk gehe, ob wir Lunch oder Dinner haben wollten ... Nein, sage ich, mein Vater muss schlafen, aber ich bin traurig, denn ich spüre Hadishas Wunsch, mit uns zusammen zu sein, wir machen ihren tristen Alltag mit der Mama bunter. Ich möchte mit euch essen und für euch kochen, sagt sie, dann fahren wir nach Hause, sie geht weiter.

Unser Tag war entspannt. Ich habe Öl sensibilisiert, Hadishas sämige Linsensuppe gekocht, Papa war in Abdels Laden, der Sohn des Besitzers hat erst zusammenrechnen und dann das Wasser zu uns nach Haus tragen dürfen. Papa ist glücklich. Ich esse etwas Brot mit Avocado, dann fahren wir gegen 13 uhr los nach Tiout, in die Oase. Ich fahre den Fiat, es ist entspannter, als in Deutschland. Leere Strassen, rechts und links karge Olivenbaumhaine, üppigere Orangenplantagen, am Rand stehen vereinzelt Händler mit Früchten. Ich finde es kühl, mich friert so oft, 22 Grad und Wolken, Papa ist warm. Nach etwa 50 Minuten kommen wir in Tiout an, unterwegs sehen wir Schafe, Ziegen und Eselherden, die Ziegen klettern und springen auf die tockenen Bäume, manchmal sind sie da oben zu viert und reissen an dem Gestrüpp. Scheint also irgendwie zu schmecken.

 

In Tiout werden wir anfangs von einem Eselsführer in Beschlag genommen, er lotst uns mit seinem Rad behende durch das Dorf, der kleine, magere Mann mit faltigem Gesicht und dunkler Berberhaut spricht gut deutsch. Angst kommt hier im verarmten, rauhen Hinterland hoch. Ob er uns wirklich zur Oase führt, fragen wir uns, haben gleichzeitig Schlepper im Sinn .... Schliesslich können wir den Mann abwimmeln, hier, wo dutzende Esel warten, Frauen mit leeren Ausdruck unter Bäumen sitzen und uns verwahrloste Kinder bettelnd umringen. Papa und ich spazieren zur Oase. Nach all dem Sandstaub und Lärm sind wir glücklich über die Ruhe und das Grün. Keine Menschen, dafür überall Plastikmüll, mir blutet das Herz, ich denke an Jana und sammle in einer Tüte Müll. Später kommt die Sonne trüb vor, der Sturm legt sich, sanfte Abendstimmung breitet sich aus. Ich füttere einen traurig aussehenden Esel mit einem Apfel, Habibi, denke ich, ich erzähle Papa die Geschichte. Irgendwann gehen wir zurück und fahren noch nach oben zum Hotel Kashbah. Leider hat es geschlossen, das Restaurant sieht vielversprechend aus. Dafür belohnt uns die Höhe mit einem traumhaften WeitBlick. Dass die Oase so gross ist, hätte ich nicht gedacht. Wir fahren nach unten in ein gemütliches Restaurant und essen marokkanischen Salat, leider mit Essig, ich trinke Tee, der zu stark und tiefschwarz ist, aber er schmeckt mit Oregano interessant, Papas Cafe ist ebenso stark. Hungrig verschlinge ich fast das ganze Brot, Papa wundert sich, was ich verdrücke. Süsse Kinder umringen uns hier, eine Zehnjährige spricht sehr gut Englisch, sie sehen wohlhabend aus im Gegensatz zu den Bettelnden vor der Tür. Papa gibt einer einen Dirham. Wir lernen, die Kinder zu lieben. Dann gehts zurück, ich bin in Stimmung, fahre noch ein wenig durch Taroudannt, mit dem Auto geht alles so schnell, der Verkehr ist ok, immer an der Stadtmauer entlang, wir sehen viel Grün, toll. Alles ist wie immer draussen, Taroudannt lebt, die Marrokaner sehen glücklich aus. Zu Hause legt sich Papa hin, ich rufe Stendal an, Peter ist ausser sich und schreit "Danke, dass du die Heizung ausgemacht hast, danke, es ist arschkalt, als hätt ich nichts besseres zu tun ..." Ich hole Mutti, zusammen kriegen wir es dann hin, danke Gott, dass du nun hilfst. Es ist fast Vollmond, noch keine Sterne, Lichter über Taroudannt, ein Baby weint, ein Hund bellt, Kinder gröhlen, ein Moped fährt über den Platz, unten auf Hadishas sandigem Hof hoppeln die schwarz weissen Kaninchen. Vielleicht fahren wir morgen nach Agadir und zum Meer. Der Tag geht zu Ende. 

 

Bernds Tag
Ca. 9 Uhr aufstehen. Ich mache Frühsport auf dem Dach. Es ist wolkig und windig, aber esgibteinen phantastischen Rundblick. Mein Badezimmer muffelt, wie immer. Nach einer gefühlten Ewigkeit kommt warmesWasser. Allerdings tragen die Wasserhähne die Beschriftung W und K. Aus Kkommt natürlichdas warme Wasser. Wir machen Frühstück. Es gibt Baguette mit Honig und Kaffee. Es schmeckt ausgezeichnet. Dann schreibe ich einen Zettel mit Dingen, die wir brauchen. Toilettenpapier, Käse, Wasser, Orangensaft und ein Brot kosten 68 Dirham. Der Händler ist Abdel-Kadells Freund und kennt mich. Da stimmt der Preis, ohne zu feilschen. Sein Sohn fährt mit dem Fahrrad deas Wasser und das Klopapier nach Hause. So geht rundum Service a la Marokko.

Gegen 12 Uhr fahren wir zur Oase Tiout. Karge Landschaften mit einigen Olivenbäumen und dafür um so mehr Schafen lassen erahne, wie schwer das Leben der Bauern ist.
Wir finden Tiout sehr schnell. Nur ist das ein Ort, bestehend aus 3 Dörfern. Ein freundlicher Mann spricht uns an. Er hat sein Fahrrad dabei und kann sogar deutsch. Der Mann ist ein Berber, sieht im Gesicht, wie 85 aus, ist aber sehr behende auf dem Fahrrad. Er fährt vorweg und lässt uns auf einem Sportplatz halten. Sofort sind bettelnde Kinder da. Ausserdem will er uns einen Eselsritt für 125, dann 100 Dirham, aufschwatzen. Wir wissen von Abdel-Kalim,das eine einstündige Kutschrunde um Taroudant ca 60 Dirham kostet. Da sind 100 Dirham für 2 Eselchen völlig unangemessen. Ich könnte rückenbedingt sowiso nicht reiten. Wir wimmeln den Herrn, der als Schlepper fungierte ab und fahren zur Wasseranlage der Oase. Es ist sehr schön.

Dort gehen wir so 2,5 h spazieren. Es ist grün und es gibt Wasser. Sibylle fängt an Müll aufzusammeln. Es ist natürlich, wie die Nadel im Heuhaufen bei der Masse von Müll. Wir sehen einige Bauer, die schwer arbeiten. Es wird alles mit der Hand gemacht. Die Menschen winken freundlich. Wir fahren zu einem Berggasthof, alterwürdiges Gemäuer mit neuem Aufbau. Der Blick ist wunderbar, die Oase riesig. Das Restaurant hat zu. 2 Franzosen fotografiere ich, dann machen sie Fotos von uns. So fahren wir runter zu einem recht schönen Gasthof. Dort spielen 6 Mädchen friedlich miteinander, sie kommem an unseren Tisch. Wir sprechen sie an. Die Älteste ist 10 Jahre alt und kann englisch. Die Kinder sehen sehr gepflegt aus und spielen Miteinander. Es geht auch ohne Baumhau, Tretauto und Klettergerüst. Wir bestellen einen Salat, einen Kaffee und einen Tee. Dummerweise fragen wir nicht nach dem Preis vorher. So kostet das Bisschen 60 Dirham, eigentlich der Preis von 2 Menüs. So lernt man dazu.

 

Dann wollen wir zurück. Draussen sind einige Kinder und betteln. Ich gebe einem Kind 1 Dirham. Sofort werde ich von vielen bettelnden Kindern umring. Sibylle spielt noch mit einem sehr gepflegt aussehenden Hund. Dann fahren wir zurück, machen noch eine kleine Stadtrunde durch Taroudant. Sibylle fährt sehr sicher. Zu Hause trinke ich Saft und mir wird schlecht. Ich lege mich hin und habe so etwas wie Schüttelfrost. Der Salat war stark gewürzt, mit viel Essig. Ich lege mich 2 h hin. Zum Abend trinke ich nur 2 Glas Tee. Mir wird etwas besser. Jetzt ist 23 Uhr. Sibylle schläft. Wir hatten noch einige WhatsApp-Bilder verschickt. Es war wieder ein schöner und ereignisreicher Tag.

15.02.2019

08:15 Uhr aufstehen. Kurzer Gang aufs Dach. Die Sonne ist etwa um 08:20 Uhr aufgegangen. Es ist etwas windig, aber schön. Von der untersten Etage im Haus, die recht kalt ist, wird es nach oben immer wärmer. Frühstück mit Kaffee, Grüntee und Brot mit Honig, Marmelade und Avocado. Habe mein Ladegerät für die Altgeräte USB Typ b vergessen. Will Eines kaufen. Der freundliche Telekom-Mann um die Ecke will mir seins mitgeben. Das ist mehrfach geklebt, aber funktioniert. Ich brauche aber Eines für mehrere Geräte. Dann gehe ich bis zum Platz Asarag und kaufe ein USB-Kabel und einen Ladestecker für 70 Dirham. Auf dem Rückweg kaufe ich Milch für 5 Dirham und 2 Flaschen Saft (je 10 Dirham) und ein halbes Baguette-Brot für 0,5 Dirham. Zum Mittag gibt es für Papa die herrliche gelb-cremige GemüseSuppe von Hadisha (von gestern) Baguettebrot mit Butter und Erdbeeren. Ich, Sibylle, koche mir das erste Mal mein Leibgericht: Nudeln mit Lauch, Möhren und Ingwer.

15 Uhr Spaziergang durch die Stadt. Wir wollen etwas shoppen, allein. Es ist deutlich leerer. Die meisten Geschäfte haben zu, die vielen Stände fehlen. Später erzählt Karim, dass Freitags die Artisans frei haben, morgens ins Hamam gehen und später mit ihrer Familie essen. Ab 14 Uhr kehrt auf den Baustellen Ruhe ein. Wir spazieren über den fast leeren Platz Asarag. Sibylle geht in eine Moschee für Frauen. Ich, Sibylle, werfe mir einen Schal über das Haar und ziehe die Schuhe aus. Die Moschee ist innen hell, elegant und versprüht eine prachtvolle Eleganz. Marmor und Rundbögen, viele Verierungen. Die Frauen sitzen auf dem Boden, manche beten, manche schwatzen mit den Freundinnen in gemütlicher Runde, manche haben ihre Kinder mitgebracht, die ruhig umherlaufen - alles ist mit einem schlichten orientalischen Teppich in weinrot ausgelegt. Der Männerbereich hat zu. Noch in unserer Strasse hatten wir Abdel-Kadell mit seinem Fahrrad getroffen. Er hatte eine OP am Nacken, das Bein ist etwas gelähmt, daher fährt er meist Fahrrad. Er überedet uns zu einer Kutschfahrt mit Karim.

Um 18 Uhr sind wir mit ihm verabredet, es heisst, er wolle mit uns eine Fahrt im Sonnenuntergang machen. Leider finden wir sein Kosmetikinstitut nicht mehr, die Strassen füllen sich, überall das Knattern und die Abgase der Mopeds, Räder, Autos, viele junge schlanke Menschen mit Kopfhörern stehen oder flanieren, die Restaurants beleben sich. Plötzlich schiessen Bars, Läden und Stände wie Pilze aus dem Boden, so viele hatte ich vorher nicht wahrgenommen. Ich bin aufgeregt, es ist 18.10 Uhr, kein Karim weit und breit, alle Strassen sehen gleich aus. Wir finden keinen Strassennamen und sprechen zwei Jungs an. Verständigen uns mit Papas Googleübersetzer. Französisch: "Wie heisst diese Strasse?" Zeigen ihnen das Display. Sie schreiben: "Akinise." Ohne Erfolg hatten wir Kadell angerufen. Schliesslich meldet sich Karim und holt uns am Eckrestaurant ab.

Nachmittags hatten wir ein Stück Kuchen für 2 Dirham und köstliches Gebäck für 30 Dirham gekauft. Papa findet es sehr teuer, versucht zu handeln. Erfolglos. Wir gelangen an den Hinteren Ausgang der Stadtmauer, gehen am Regierungssitz vorbei. Es gibt viel Grün. Papa hat noch Schuhe und ein paar Latschen für 250 Dirham (Anfangspreis war 400 Dirham) gekauft und sich einen Schal für Georgia angesehen. Er soll 100 Dirham kosten. Ich würde 40 Dirham geben. Der Händler lehnt ab. Wir lassen es. Zu den Preisen:
--Telefonladekabel 70 Dirham ok
--Backwaren 1 kg 70 Dirham ok, wir für 500 Gramm 30 Dirham
--1Stück Kuchen 2 Dirham ok
--Milch 5 Dirham ok
--meine 2 Paar Schuhe höchstens 150 Dirham
Generell lässt sich sagen: In den festen Läden gelten Festpreise, Verhandlungen bringen nichts. An den mobilen Ständen und auf dem Markt muss verhandelt werden.

 

Karim erklärt uns die Stadt zum wiederholten Male. 2 Erkenntnisse: 1. Auf die Stadtmauer kann man raufsteigen 2. Eine Taxifahrt kostet innerstadts 7 Dirham am Tag und 10 Dirham abends. Der Spaziergang ist wieder sehr anstrengend. Die Stadt ist immer voller. Ich frage nach der Kutschfahrt. Es sei kein guter Tag dafür, Wolken, keine Sonne, ein anderes Mal, sagt Karim. Ok. Wir sind geschafft, wollen nach Hause. Karim besorgt uns ein Taxi für 10 Dirham. Du heiliger Bimbam, wurde ja auch Zeit, die Beine sind lahm. Es ist ein Höllengefährt, uralt und ziemlig schrottig. Der Fahrer fährt wie ein Berserker durch die Innenstadt, manövriert uns zwischen Fussgängern, Rädern, Bussen, Ständen, telefonierend, in der linken Hand das Handy, den Arm aufs offene Fenster gelehnt ... Das dabei kein Mensch zu Schaden kommt, grenzt an ein Wunder. Über die 10 Dirham freut er sich. Um 21 Uhr gehen wir rüber essen, Sibylle geniesst die orientalische Küche und gibt vorher immer Bescheid, ob sie zu Lunch oder Dinner kommt. Papa mag eigentlich nicht, entscheidet sich aber doch spontan, wir seien Familie von Lisa, sagen alle. Hadischa hat Ei von ihren Hühnern draussen, Flaxen-Brot, Tomatensalat, Gemüsereis und Linsensuppe gemacht. Alles schmeckt sehr gut. Ich gebe iht 200 Dirham und sage danke. Mit dem Google-Übersetzer klappt die Verständigung, Papa probiert sich aus.

14.02.2019

8:00 Uhr aufstehen. Es wird gerade hell. Warmwasser funktioniert. Wir frühstücken, Brot mit Honig, Tee und Kaffee. Dann laufen Sibylle und ich zu Platz Assarag. und heben am Automaten Geld ab (je 2000 Dirham). Dann laufen wir zurück, kaufen noch eine SIM-Karte für Sibylle. Gegen 11 Uhr gehen wir zu Abdel-Kadell. Es gibt erst einmal Gebäck und Tee. Dann brechen wir mit dem Fahrrad auf zum Einkaufen und zur Stadtbesichtigung. Wir kaufen Marmelade, Schampoo, Käse, Tomaten, Zwiebeln, Orangen, Bananen, Nüsse usw bei einem Freund von Abdel-Kadell. Dann trifft der Bruder Abdel-Kalim ein. Mit ihm fahren wir weiter durch die Stadt. Er zeigt uns die Stadtmauer, Moscheen, das Regierungsgebäude. In einer Fahrradreparaturwerkstatt lasse ich mir den Sattel einstellen und Luft aufpumpen. Ich gebe ihm 10 Dirham. Ein freundlicher "Experte" stellte den Sattel höher. Luft aufpumpen war sehr schwer. Er steckte das Ventil 3 mal falsch ein. Der Chef musste ran. Der schaffte es nach einiger Zeit. Ja, die Uhren gehen hier gemächlicher.Der Bruder sucht für uns das leckerste Obst und Gemüse aus. Die Preise sind extrem niedrig. Wir fahren so bis 14.30 Uhr. Um 15 Uhr gibt es zum Mittagessen Kuskus mit Buttermilch. Dann gibt es bis ca 18 Uhr eine Pause. Dann gehen Sibylle, Haidischa und ich spazieren und einkaufen. Der Markt ist mächtig gewaltig. Es sind extrem viele Menschen unterwegs. Es war sehr anstrengend. Wir kaufen Erdbeeren 1kg für 18 Dirham, Butter und Teekraut. Gegen 20 Uhr treffen wir etwas erschöpft am Haus ein. Ich mache mir selbst etwas Abendbrot (Fladenbrot, Käse, Butter, Tomate, Apfelsine, Erdbeeren). Sibylle isst drüben Suppe. Es ist 23 Uhr, auf den Strassen ist es ruhig geworden.

13.02.2019

Heute geht es nach Marokko, Gegen 9.00 Uhr geht es mit Georgia in der Hamburger Straße los. Gegen 10 Uhr kommen wir an. Georgia fährt zurück. Ich stelle mich am drop-up-Schalter an. Es dauert. Sibylle trifft ein. Start, 4.20 h-Flug und Landung verlaufen reibungslos. Gegen 16.20 Uhr treffen wir in Agadier ein, aussteigen, Zoll, Koffer abholen ok. Am Hertz-Autoschalter dauert es etwas. Wir bekommen einen kleinen Fiat. Die Flughafenabfahrt verläuft reibungslos. Die Autobahn ähnelt einer breiten Landstraße. Es ist wenig Verkehr. In Taroudant machen wir alles richtig. Ohne Fahrfehler kommen wir in der Rue 13 an. An den Verkehr auf den Straßen haben wir uns schnell gewöhnt. Fussgänger, Fahrradfahrer, Autofahrer, Mopeds, Kutschen benutzen die Straße. Regeln gibt es kaum. Die wenigen Ampeln waren klein, in ungewohnter Höhe und schlecht zu erkennen.
Sowohl Straßen als auch Hausnummern sind dürftig beschriftet. So halten wir, Sibylle spricht einen Mann an. Der ist Reiseführer, wohnt dort und spricht englisch. Er führt uns 2 Straßen weiter zu dem Haus. Im Haus nebenan wohnt Abels Bruder mit Frau und Mutter. Abel Kadell und Hadischa. Sie sind extrem freundlich. Wir werden hereingebeten, trinken Tee und essen Gebäck sowie leckeres Brot mit Honig und Oliven. Der Fremdemführer wird auch mit bewirtet. Mit ihm gehe ich später eine SIM-Prepaid-Karte kaufen (5 GB Internetvolumen und die Karte kosten 50+20 Dirham ca. 7 €). Er bezahlt für mich, ich gebe ihm 10 €. Wir besichtigen das Wohnhaus. Es ist sehr groß, 3 Etagen plus 2 Treppenbodenetagen. Oben gibt es einen schönen Blick über die Stadt. Wir bekommen 2 Schlüssel, packen etwas aus und sind zum Abendessen eingeladen. Abdel-Kadell hat noch 2 Brüder, die auch kommen. Einer Abdel-Karim spricht hervorragend englisch, ist Ausbilder für Bio-Kosmetiker. Der andere Bruder ist der Zwillingsbruder von Abdel-Kadell ( zweieiige Zwillinge) und arbeitet als Pharmazeut. Zum Abendessen Tahjin, Fisch, Reis, Möhren und Kartoffeln und Soße. Wir unterhalten uns lange, kommen so kurz vor 24 Uhr ins Bett. Wir bekommen noch 2 Wasserflaschen geschenkt. Ich bin erschöpft und schlafe ein. 

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spreenemo@gmail.com

 

Spruch des Monats (03/2019)

 „Wir haben Berge von überflüssigem Bedarf angehäuft. 

Ständig müssen wir kaufen, wegwerfen, kaufen …

Es ist unser Leben, das wir verschwenden. 

Denn wenn wir etwas kaufen, bezahlen wir nicht mit Geld.

Wir bezahlen mit unserer Lebenszeit, die wir aufwenden mussten,

um dieses Geld zu verdienen.

Der Unterschied ist:Leben lässt sich nicht kaufen.

Es vergeht einfach und es ist bedauerlich, dein Leben und deine Freiheit auf diese Weise zu verschwenden und zu verlieren.“

Jose Mujica

Präsident von Uruguay von 2010 bis 2015 )

Bild des Monats (03/2019)

Wasser ist der Quell des Lebens
Marokko - Oase Tiout bei Taroudant

Die Oasenstadt Tiout liegt ca. 70 km von Agadir entfernt in der Nähe von Taroudant. 

 

In der mit dichten Palmen gesäumte Oase Tiout, die ca. 1000 Hektar groß ist, werden viele Felder bewirtschaftet. Die Menschen arbeiten hart und sind überaus freundlich. Die Berber freuen sich über Touristen, die sie mit dem Esel durch die Oase führen können.